Wie viel Förderung bekommst Du für eine Wärmepumpe?

Zwischen 30 und 80 Prozent Deiner tatsächlichen Kosten, je nach Einkommen und alter Heizung. Der Regelfall beim Austausch einer Gasheizung liegt bei 46 Prozent. Die Sätze wurden im Juli 2026 gesenkt und sinken ab 2027 weiter.
STAND: SEPTEMBER 2026

30 %

Grundförderung. Bekommt jeder, der eine Wärmepumpe einbaut

16 %

Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch einer alten Gasheizung

28.000 €

Höchstbetrag der förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit

Checkliste auf einem Bildschirm, sinnbildlich für die Prüfung der Förderfähigkeit

Was hat sich im Juli 2026 geändert?

Zum 21. Juli 2026 wurde die Heizungsförderung neu geregelt. Drei Dinge sind wichtig: Der Klimageschwindigkeitsbonus sank von 20 auf 16 Prozent. Der Einkommensbonus ist nicht mehr pauschal, sondern gestaffelt. Und der Effizienzbonus wurde ersatzlos gestrichen.

Die förderfähigen Höchstkosten für die erste Wohneinheit sanken von 30.000 auf 28.000 Euro. Wenn Du Rechnungen oder Angebote aus dem ersten Halbjahr 2026 vorliegen hast, sind die dort genannten Förderbeträge zu hoch.

Aus welchen Bausteinen besteht die Förderung?

Grundförderung, 30 Prozent. Sie gilt für jede förderfähige Wärmepumpe, unabhängig von Einkommen und Altanlage.

Klimageschwindigkeitsbonus, 16 Prozent. Für den Austausch einer alten Gas-, Öl- oder Kohleheizung. Ab Februar 2027 sinkt er halbjährlich um vier Prozentpunkte und läuft im August 2028 aus.

Einkommensbonus, gestaffelt nach dem zu versteuernden Haushaltseinkommen: 40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Mit Kindern unter 18 Jahren werden 10.000 Euro vom anzurechnenden Einkommen abgezogen.

Was eine neue Heizung wirklich kostet

Was bleibt am Ende übrig?

Der wichtigste Punkt zuerst: Gefördert wird ein Prozentsatz Deiner tatsächlichen Kosten, gedeckelt bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten. Für die meisten selbstnutzenden Eigentümer liegt die Obergrenze bei 70 Prozent. Der oft genannte Höchstzuschuss von 22.400 Euro entsteht nur, wenn beides zusammenkommt: der volle Satz von 80 Prozent, den nur Haushalte mit niedrigem Einkommen erreichen, und Kosten von mindestens 28.000 Euro.

Der Regelfall sieht anders aus. Wer eine alte Gasheizung austauscht und über 50.000 Euro zu versteuerndes Einkommen hat, kommt auf 46 Prozent. Bei einer Anlage für 22.500 Euro sind das rund 10.400 Euro Zuschuss. Dein Eigenanteil liegt dann bei etwa 12.100 Euro.

Merke: Der Prozentsatz gilt für Deine tatsächlichen Kosten. Wer 22.500 Euro ausgibt, bekommt nie 22.400 Euro zurück, auch nicht mit dem Höchstsatz.

In welcher Reihenfolge stellst Du den Antrag?

Der Zuschuss wird bei der KfW beantragt, nicht beim Finanzamt und nicht beim Installateur. Grundlage ist ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit dem Fachbetrieb, der eine auflösende Bedingung enthält: Kommt die Förderung nicht, fällt der Vertrag.

Wer erst baut und dann beantragt, geht leer aus. Kläre die Reihenfolge mit Deinem Fachbetrieb, bevor etwas unterschrieben wird, und prüfe die aktuellen Bedingungen direkt bei der KfW.

Welche Heiztechnik gefördert wird und zu welchem Haus sie passt

Schritt 1

Vertrag schließen

Liefer- oder Leistungsvertrag mit dem Fachbetrieb, mit auflösender Bedingung: Kommt die Förderung nicht, fällt der Vertrag.

Schritt 2

Antrag stellen

Der Zuschuss wird bei der KfW beantragt, bevor gebaut wird. Grundlage ist der Vertrag aus Schritt 1.

Schritt 3

Einbauen lassen

Erst nach der Zusage wird gebaut. Wer die Reihenfolge dreht, verliert den Anspruch.

Warum wird Warten teurer?

Die Sätze sinken planmäßig. Der Klimageschwindigkeitsbonus läuft bis 2028 aus, die förderfähigen Höchstkosten sinken ab 2027 halbjährlich. Gleichzeitig steigen die Gas-Netzentgelte. Beide Bewegungen zeigen in dieselbe Richtung: Jedes Jahr Warten verschiebt den Punkt, ab dem sich der Wechsel rechnet, nach hinten.

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